Sonntag, 24. August 2014

Estland: Temperatur, Natur und Kultur


Hallo Ihr Lieben,
ich habe gestern keinen Korb bekommen, ganz im Gegenteil;-) Leider haben einige Spieler letzte Nacht nicht viel Schlaf bekommen, sodass sie sich heute Finnland mit 71:67 geschlagen geben mussten.

Ich habe meinen Schönheitsschlaf im Bus auf dem Weg nach Estland nachgeholt. Dort ist übrigens Skype erfunden worden. Erster Stopp war heute in Sigulda, wo wir einen Nationalpark Gauja mit der sagenumworbenen Bischofsburg Turaida besucht haben. Sie ist 1214 im damaligen Livland erbaut worden und verfügte sogar über ein Heizungssystem. Die Liven haben aus Knochen Flöten gebaut und wunderbar das Schmiedekunstwerk beherrscht. Ich bin noch immer ganz fasziniert von dieser hoch entwickelten Kultur. Unter anderem schmückten die Liven Ziegelsteine mit den Pfotenabdrücken ihrer Haustiere. Alle Angestellten des Nationalparks tragen alte Trachten, sodass ich schnell in die Vergangenheit eingetaucht bin.

Auf dem Weg nach Pärna, wo sich der Lieblingsstrand der Esten befindet, haben wir die ehemalige Grenze passiert. Nur ein verlassenes Wärterhäuschen und Schilder erinnert noch an die Grenze. „Clo“ heißt übrigens „Zoll“ auf lettisch und nicht „Klo“:-). Im kleinsten baltischen Land (ca. 1 Mio. Einwohner) gibt es überwiegend Wälder und über 1000 Seen. Und es ist kälter.

In Pärna habe ich ein bisschen was über die Esten gelernt: Sie bewegen sich gerne. Der Strand ist mit allerhand Spielgeräten ausgestattet, an denen nicht nur Kinder ihren Spaß haben. Ich habe mir an der Strandpromenade ein Erwachsenen-Kettcar ausgeliehen. Damit kurven die Esten hier rum und machen gerne Vollbremsungen, wenn etwas Sand auf der Straße ist. In der Parkanlage nebenan gab es die nächste Überraschung. Ein paar Slackliner waren mit ihren Kunststücken beschäftigt. Einer von ihnen hat einen Salto rückwärts gemacht und ist auf der Slack wieder gelandet – Wahnsinn! Mit diesen Eindrücken verabschiede ich mich von euch, nehme noch ein estnisches Bertthuperl (siehe letztes Foto) zu mir. Morgen melde ich mich aus Tallinn.











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