Hallo Ihr Lieben,
ich habe gestern keinen
Korb bekommen, ganz im Gegenteil;-) Leider haben einige Spieler letzte Nacht nicht viel Schlaf bekommen, sodass sie sich heute Finnland mit 71:67
geschlagen geben mussten.
Ich habe meinen
Schönheitsschlaf im Bus auf dem Weg nach Estland nachgeholt. Dort ist übrigens
Skype erfunden worden. Erster Stopp war heute in Sigulda, wo wir einen
Nationalpark Gauja mit der sagenumworbenen Bischofsburg Turaida besucht haben.
Sie ist 1214 im damaligen Livland erbaut worden und verfügte sogar über ein Heizungssystem.
Die Liven haben aus Knochen Flöten gebaut und wunderbar das Schmiedekunstwerk beherrscht.
Ich bin noch immer ganz fasziniert von dieser hoch entwickelten Kultur. Unter
anderem schmückten die Liven Ziegelsteine mit den Pfotenabdrücken ihrer
Haustiere. Alle Angestellten des Nationalparks tragen alte Trachten, sodass ich
schnell in die Vergangenheit eingetaucht bin.
Auf dem Weg nach Pärna, wo
sich der Lieblingsstrand der Esten befindet, haben wir die ehemalige Grenze
passiert. Nur ein verlassenes Wärterhäuschen und Schilder erinnert noch an die
Grenze. „Clo“ heißt übrigens „Zoll“ auf lettisch und nicht „Klo“:-). Im kleinsten baltischen Land (ca. 1 Mio. Einwohner) gibt es überwiegend Wälder und über 1000 Seen. Und es ist kälter.
In Pärna habe ich ein
bisschen was über die Esten gelernt: Sie bewegen sich gerne. Der Strand ist mit
allerhand Spielgeräten ausgestattet, an denen nicht nur Kinder ihren Spaß
haben. Ich habe mir an der Strandpromenade ein Erwachsenen-Kettcar ausgeliehen.
Damit kurven die Esten hier rum und machen gerne Vollbremsungen, wenn etwas
Sand auf der Straße ist. In der Parkanlage nebenan gab es die nächste
Überraschung. Ein paar Slackliner waren mit ihren Kunststücken beschäftigt. Einer
von ihnen hat einen Salto rückwärts gemacht und ist auf der Slack wieder
gelandet – Wahnsinn! Mit diesen Eindrücken verabschiede ich mich von euch,
nehme noch ein estnisches Bertthuperl (siehe letztes Foto) zu mir. Morgen melde ich mich aus Tallinn.








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